Wie gut funktioniert eigentlich dein Freebie?


Zuletzt aktualisiert am 30.11.2021

Hast du ein Freebie oder vielleicht sogar mehrere?

Weißt du, wie oft es heruntergeladen wird? Über welche Geräte? Und wie viele Nutzer:innen sich vorher dafür interessiert und wie viele sich schlussendlich auch dafür entschieden haben sich dafür anzumelden?

Wenn die Antwort jetzt bei einer der Fragen eher ein verhaltenes Jein oder ein klares Nein war, dann zeige ich dir nun 2,5 Wege, wie du deine Freebie-Conversions auswerten kannst:


Wichtiges bevor du mit der Analyse loslegen kannst

In der Analyse ist es am einfachsten, wenn es eine gewisse Struktur gibt. Und wir wollen ja einfach zu Ergebnissen kommen.

Dafür ist es aber wichtig, wenn du zum Beispiel für die Analyse deiner Freebies eine klare Struktur URL-Struktur und somit für jeden Schritt im Freebie-Prozess eine Unterseite auf deiner Website hast. Ich zeige dir mal ein Beispiel:

  • Freebie Anmeldung, Bsp. www.domainname.de/NAME-freebie-anmeldung
  • Freebie Dankesseite, Bsp. www.domainname.de/NAME-freebie-danke
  • Freebie Download, Bsp. www.domainname.de/NAME-freebie-download

Das Wort “NAME” steht dann natürlich für den Namen deines Freebies. Wenn du diese URL-Struktur auch für dich gut findest, lass den Namen aber am Anfang der URL stehen – du wirst später sehen warum.

Aber Achtung: Das ist keine Aufforderung deine bestehenden Seiten zu ändern! Eine URL sollte nicht einfach spontan geändert werden, da oft viele Dinge davon abhängen: Erreichbarkeit der Seite (wenn es kein Redirect gibt), SEO Ranking, nicht mehr funktionierende E-Mail-Regeln, …

Wenn du allerdings ein neues Freebie aufsetzt, kannst du gerne an meine Vorschläge denken 😉

Die Download-Seite kannst du ja dann “vor Google verstecken”, wenn du nicht willst, dass sie dort gefunden wird. In deinem WordPress kannst du sie entweder passwortgeschützt veröffentlichen oder mit einem Plugin aus der WordPress Suche ausschließen.

Freebie Analyse Variante 1: Zielvorhaben Tracking

Eines der einfachsten und sinnvollsten Wege ist das Zielvorhaben Tracking. Du kannst so nachdem es aufgesetzt wurde ohne großen Aufwand dein Freebie über verschiedene Geräte oder Marketingkanäle auswerten.

Nutzt du Google Analytics, gehe für das Zielvorhaben Tracking in deine Google Analytics EInstellungen (Verwaltung → Datenansichtseinstellungen (rechts Säule) → Zielvorhaben). 

Wie du ein Zielvorhaben genau Schritt für Schritt in Google Analytics einrichtest, habe ich in diesem Artikel ausführlich beschrieben. Nimm ihn dir zu Hand und kopiere meine folgenden Vorschläge mit den entsprechend für dich passenden Namen ohne Anführungszeichen in die vorgesehenen Felder.

Ich zeige dir zwei verschiedene Wege dein Freebie / deine Freebies als Zielvorhaben zu erfassen: Entweder richtest du ein kombiniertes Trichter-Zielvorhaben oder drei separate Zielvorhaben ein (was ich wann empfehle beschreibe ich in der Anleitung):

Version 1: Den Freebie Download über 3 Zielvorhaben erfassen

  1. Zielvorhaben:  
    1. Name: Freebie Anmeldung
    2. Ziel = regulärer Ausdruck: “freebie-anmeldung”
  2. Zielvorhaben
    1. Name: Freebie Dankesseite
    2. Ziel = regulärer Ausdruck: “freebie-danke”
  3. Zielvorhaben
    1. Name Freebie Download 
    2. Ziel = regulärer Ausdruck: “freebie-download”

Version 2: Den Freebie-Download als Trichter darstellen:

  1. Name Freebie Download 
  2. Regel: Zielseite regex freebie-download

Dann klickst du auf “Trichter” und gibst die Schritte ein, die zu deinem Download führen und ob sie erforderlich sind (oder ein Nutzer theoretisch auch bei Schritt 2 erst einsteigen darf)

  1. Schritt
    1. Name: Freebie Anmeldung
    2. Regel: Zielseite regex freebie-anmeldung
  2. Schritt
    1. Name: Freebie Dankesseite
    2. Regel: Zielseite regex freebie-danke

Ein Tracking für jedes Freebie?

Viele Selbstständige haben den Impuls für jedes Freebie ein eigenes Zielvorhaben(-Set) anzulegen, aber ich rate tatsächlich in den meisten Fällen davon ab. Denn: Nur weil du das nicht als Zielvorhaben angelegt hast, heißt es nicht, dass du die Performance deiner einzelnen Freebies in Google Analytics nicht nachvollziehen kannst. Das beschreibe ich dir nämlich gleich im zweiten Schritt.

Was die Zielvorhaben betrifft, arbeiten meine Kunden in der Regel entweder mit unterschiedlichen Zielvorhaben-Trichtern je Freebie (Version 2) oder aber sie fassen die Anmeldung, die Dankesseite, die Downloadseite jeweils für alle Freebies zusammen.

Was für dich passt, hängt davon ab, was du optimieren möchtest: Das Freebie an sich oder den Freebie-Prozess als Schritt auf dem Weg der Kundenreise.

Freebie Analyse Variante 2: Die Seitenberichte nutzen

Auch für diesen Schritt ist es wichtig, dass du für jedes Freebie wirklich eine individuelle, aber wiederum klare URL-Struktur für jeden Freebie-Schritt definierst. Scrolle gerne nochmal nach oben, um nachzuschauen, welche URL-Struktur ich dir da empfehle.

Dafür gehst du, wenn du Google Analytics nutzt, in Google Analytics unter “Verhalten” → “ Website Content” → “Alle Seiten”

Wenn du jetzt zum Beispiel die URL-Struktur, die ich vorgeschlagen hatte, nutzt, kannst du hier jetzt einfach filtern:

(In meinem Fall habe ich nicht Enter gedrückt, da ich im Google Merchandise Store so eine Seite nicht finden werde.)

Sortiere dann nochmal nach einzelnen Seitenaufrufen, um sicherzustellen, dass ein Nutzer in seiner Sitzung nur einmal pro Seite gezählt wird und du hast deinen Freebie-Funnel direkt in einfach nachgebaut.

Ich habe dir mal fiktive Zahlen zusammengebastelt:

SeiteEinzelne SeitenaufrufeEinstiege% Ausstiege
NAME-freebie-anmeldung100 7560 %
NAME-freebie-danke351280 %
NAME-freebie-download301050 %

Dein Freebie hätte hier bei 100 Interessenten, die auf der Anmeldungsseite waren, 35 Registrierungen und 30 Downloads erreicht. 

Die meisten der 100 Interessenten sind direkt auf der Seite deines Freebies eingestiegen, weil du es vermutlich als Landingpage hinter einer Werbeanzeige hast. 

Ein Großteil deiner Nutzer steigt aber nach den jeweiligen Freebieseiten auch wieder aus, weil es für sie nichts mehr Spannendes auf der Seite gibt oder sie erstmal zufrieden sind. Versuche ihnen noch weitere Interaktionsmöglichkeiten wie Content oder Produkte, die dazu passen, anzubieten.


Das sind zwei, relativ einfache Wege zu sehen, wie gut dein Freebie konvertiert. Damit du mehr solcher Tipps nicht verpasst, melde dich gerne zu meinen Analyse-News an:

1 Kommentar

[…] Das Conversion Tracking über die URL ist auch für Anfänger gut umzusetzen, da man hier in der Regel nichts weiter aufsetzen und nicht viel beachten muss (außer ggf. entsprechende Weiterleitungen von der erfolgreichen Buchung auf eine Dankesseite, aber das ist für mich Teil einer guten User Experience). Hier musst du nur je Conversion das URL-Muster eintragen und trackst ab da Conversions. Ein praktisches Beispiel habe ich dir hier am Beispiel des Freebie-Downloades dargestellt: Zum Artikel “Freebie Download Analyse”. […]

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